Samstag, 2. Mai 2015

Für einen glaubwürdigen Frankenmindestkurs

Weil Herr Jordan und seine Kollegen von der Nationalbank im Januar die Hosen gestrichen voll hatten, entschlossen sie sich, das Steuern des Wchselkurses nunmehr wieder den privaten Haushalten und Unternehmen zu überlassen. Heute wird also die Angst der 350m Europäern vor einem kompletten Euro Zusammenbruch nicht mehr von den Nationalbank abgefedert, sondern reguliert sich über die Arbeitslosigkeit der hier ansässigen Bevölkerung von 8m und über die Verluste unserer Unternehmen. Da weiss man doch was man hat.

Gleichzeitig überlegen sich intelligente Leute, wie dieses Problem in Griff zu kriegen ist. Dabei werden intelligente Begriffe herumgereicht, die vielleicht auf eine mögliche Lösung schliessen lassen:
  • Kapitalverkehrskontrollen
  • unterschiedliche Buch- und Bargeldkurse und 
  • Negative Zinsen.
Völlig abgeschrieben bleibt der Mindestkurs, da unglaubwürdig.

Aber halt - sollte man vielleicht nicht besser einmal überlegen wie ein Mindestkurs glaubwürdiger gemacht werden kann, bevor man sich darauf verlässt, dass eine grosse Arbeitslosigkeit in der Schweiz und das Vernichten der Ersparnisse über negative Zinsen schon zum Ausgleich führen wird?

Folgendes kann getan werden, um ein Mindestkurs glaubwürdig zu machen, auch wenn mit einem kompletten zerfalls des Euros weiterhin gerechnet werden muss:
  • Veränderung der Anlagestrategie der Nationalbank: EUR Guthaben müssen in Aktien und Immobilien angelegt werden, damit sie einen real Gegenwert haben - dh keine 0% rentierenden Regierungsanliehen kaufen - Diese Massnahme stellt sicher, dass unsere Währung nicht vernichtet wird 
Diese erste Massnahme dürfte den Wert und die Glaubwürdigkeit des Frankens noch weiter erhöhen, was, muss nun getan werden, damit der CHF nicht mehr als Fluchtwährung genutzt wird? Man muss Gewissheit schaffen, dass die Nationalbank die Gegenbewegung (den Franken verkauf nach Ende der Eurokrise) nicht abstützen wird - dass jeder Franken verkauft werden kann, aber nicht zu einem gestützten Kurs, sondern im freien Markt, dem die Fluchteuros entzogen sind. Wie kann das gehen?
  • Der SNB wird über Verfassungsartikel für 10-25 Jahre verboten, EUR zu verkaufen, nur eine Verfassungsänderung kann dieses Verbot aufheben
  • Der SNB werden überschüssige Währungsreserven entzogen und in einen Nationalen Wohlfahrtsfonds einbezahlt
  • Überschüssige Währungsreserven werden jedem Schweizer in ein Säulen 3a Konto einbezahlt mit CHF maximal limite, das nur über Verfassungsartikel oder mit Pensionsalter aufgehoben wird.
Die Folge davon?

Europäer wissen, dass ihre Rückkonversion massive Verluste mit sich ziehen wird, und die CHF Vermögen sind immunisiert, da die gesamten Fluchtvermögen sich in Schweizer Volksvermögen verwandeln. Das ist erstens Glaubwürdig und verhindert zweitens massive Arbeitslosigkeit und Unternehmensverluste in der Schweiz als Ventil für Europas Angst.